Portugal 2008

Nachdem wir bereits den Großteil des Frühjahrs und Sommers unterwegs gewesen waren, fuhren wir Anfang September noch alles zusammen nach Portugal.

Die Reise begann in Lissabon, wo wir die Wohnung eines portugiesischen Kollegen von H leihen durften. Relativ zentral gelegen, nicht unweit des Aquariums Oceanário inmitten dem Park der Nationen, der die Weltausstellung Expo 98 beherbergte  und nur wenige Stationen mit den Öffentlichen zur Altstadt, war es der perfekte Ausgangspunkt für unsere Stadterkundigungen und bot auch genug Grün zur Erholung, wenn man der Enge und Hitze der Innenstadt entfliehen wollte.

Expo 98

Die Altstad Lissabons ist wirklich ein Besuch wert. Man kann sich einfach treiben lassen und die Atmosphäre genießen. Mit Buggy und Kindertrage waren wir ganz gut ausgestattet und konnten uns recht gut bewegen. Unserer Erfahrung nach ist abhängig vom Alter der Kinder eine Kombination aus Buggy und/oder Trage gerade für südeuropäische Städte am geeignetsten – geht es doch immer wieder über Kopfsteinpflaster und vor allem Treppen rauf und runter. Wir hatten uns damals einen recht billigen Buggy gekauft – da würden wir vielleicht heute ein wenig mehr investieren. Auf der anderen Seite mussten wir nie Angst haben, dass das „wertvolle“ Stücke bei der Fliegerei evtl kaputt gehen könnte… tja, und das Ding hielt so ziemlich alles aus, so dass wir es sogar an Freunde weitervererben  konnten, als unsere Kinder dann zu groß dafür geworden waren.

Altstadt Lissabon

Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in Lissabon. Uns und den Kindern gefielen vor allem die Standseilbahnen, die tiefer gelegene Teile der Altstadt mit höher gelegenen verbindet. Es gibt drei Standseilbahnen in Lissabon, die alle vom Ende des 19. Jahrhunderts stammen. Wir fuhren damals mit der Ascensor da Gloria, die uns in kürzester Zeit vom Platz Praça dos Restauradores im Ortsteil Baixa zur Straße Rua S. Pedro de Alcântara im höhergelegenen Stadtteil Bairro Alto brachte. Eigentlich ging es viel zu schnell, und wir wären gerne länger gefahren. Außer der Standseilbahn haben wir natürlich auch den Elevador de Santa Justa benutzt, einen Personenaufzug in der Altstadt, mit dem man im Stadtzentrum zwischen zwei Stadtteilen hin- und herfahren kann.

Standseilbahn

Das absolute Highlight unseres Besuches in Lissabon, vor allem auch für die Kinder war der Besuch in dem wirklich grandiosen Aquarium Oceanário, und selbst nach dem Besuch von wirklich tollen Aquarien in Palma de Mallorca, Auckland, Berlin, Hirtshals wagen wir zu behaupten, dass das Lissabonner Aquarium das bisher beindruckendste war. Das zweistöckige Gebäude ist im Prinzip um das große Hauptbecken herum gebaut, das man von allen Seiten einsehen kann. Man kann es sich vor extrem großen Glasscheiben bequem machen und stundenlang die Unterwasserwelt beobachten. Darüber hinaus gibt es noch mehrere kleine Becken und vieles mehr zu sehen.

Aquarium

Nach den schönen Tagen in Lissabon fuhren wir mit dem Zug weiter nach Süden an die Algarve, wo wir dank H:s Eltern recht günstig 14 Tage in einer sehr schönen Ferienanlage verbringen konnten. Dort ließen wir es uns vor allem gut gehen, genossen die Ruhe, Baden im Pool und im Meer. H machte einen Tauchschein, nachdem B ihn schon immer wieder mal dazu angespornt hatte, und B kam auch in den Genuss eines Tauchganges im Meer (für Fortgeschrittene). Für einige Tage besorgten wir uns einen Mietwagen, mit dem wir unter anderem einen Ausflug ans südwestliche Ende Portugals machten, dem Kap St. Vincente.

Kap St. Vincente

Unseren ursprünglichen Plan, mit dem Zug gen Norden nach Porto zu fahren, die Stadt zu besuchen und von dort aus wieder nach Schweden zurückzufliegen, wurde leider von Ryanair durchkreuzt, die kurzfristig die Flüge von Porto nach Schweden im September einstellten. So mussten wir die Rückreise vom nahegelegenen Faro antreten, was wir auf der anderen Seite mit dem Mietwagen recht einfach erreichen konnten.

Algarve

Portugal ist ein Land, in dem wir hoffentlich nicht zum letzten Mal gewesen sind. Dass wir damals noch nicht an die Schulferien gebunden waren und in der Nebensaison reisen konnten, war natürlich ein großer Vorteil was u. a. Klima und Preise betrifft. Eine Reise auf die Azoren steht auch noch auf der To-Do-Liste, wie so vieles mehr.

Einige Bildimpressionen wie immer in der Fotogalerie.

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